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Unter Eis Tauchen nur trocken – der Trockentauchanzug

Warum ein Neoprenanzug sicherlich ein wichtiges Ausrüstungsmittel ist zeigt sich am deutlichsten beim unter Eis tauchen. Das war sicherlich einer meiner spannensten und abenteurlichsten Taucherlebnisse meines gesamten Taucherlebens.

Auch unter Eis gibt es farbiges Leben.

Zuerst möchte ich noch sagen, dass schon beim Einstieg man das Gefühl hat auf einen fremden Planeten zu wechseln. Ich habe schon sehr viele Tauchgänge gemacht und wirklich viele Orte der Erde zum Tauchen besucht, doch der Einstieg ins Wasser von einer Eiskante aus oder durch ein Einstiegsloch im Eis ist etwas ganz besonderes. Man kann dieses Gefühl wirklich kaum beschreiben und jeder, der dies schon mal erleben durfte wird mir hier sicherlich recht geben, dass man diese Augenblicke nie im Leben mehr vergisst. Geht man dann auch noch auf Tiefe, dann ist es wirklich so als würde man buchstäblich in eine andere Welt eintauchen.


Besonders interessant ist meiner Meinung nach, dass es hier genau umgekeht zu tropischen Gewässern zu sein scheint. Während in tropischen Gewässern das Leben in den ersten 20 bis 30m unter der Meeresoberfläche am artenreichsten ist,

so ist es unter dem Eis ganz genau andersrum. Ab einen Tiefe von ca. 20m beginnt erst das Leben und scheint je tiefer man kommt immer mehr zuzunehmen. Wie weit dies in die Tiefe geht kann ich nicht sagen, da ich nur bis 80m in die Tiefe vorgedrungen bin kann ich nur sagen, dass es dort am artenreichsten war, von dem was ich zu sehen bekommen habe.

Ganz egal ob nun im oder auch ausserhalb vom Wasser, es gibt immer neugierige Blicke.

Der Neoprenanzug

Kommen wir nun zum eigentlichen Theme: Der Neoprenanzug.

Ein Neoprenanzug hat grundsätzlich die Aufgabe uns vor der Kälte zu schützen. Man täuscht sich da sehr schnell nicht nur an den Polen unserer Erde ist es kalt. Auch in den Tropen kühlt man sehr schnell aus unter Wasser. Um nun diese Auskühlung zu verhindern dafür benötigen wir einen passenden Neoprenanzug. Während für die Tropen ein Neoprenanzug der 2 bis 3mm dick ist schon ausreichend ist, so ist es in kälteren Regionen ratsam auf einen Trockentauchanzug zuzugreifen.

Wenn man sogar im Winter oder auch an der Eiskante des nördlichen Polareises ins Wasser steigen möchte so ist es nicht nur ratsam sondern viel mehr zwingend notwendig auf einen Trockentauchanzug zuzugreifen.

Der Unterschied zwischen Nasstauchanzug und Trockentauchanzug

Beim Nasstauchanzug kommt wie der Name schon erahnen läßt Wasser in den Anzug und man wird nass, kommt also mit dem Wasser in Berührung. Das Neopren hat nun die Aufgabe das Wasser nach Möglichkeit so gut es geht zu speichern. So dass kein Austausch des Wassers mehr stattfindet. Das hat zur Folge, dass das im Neopren gebundene Wasser sich durch die körpereigene Wärme aufwärmt und so eine gute Isolierung bildet.

Beim Trockentauchanzug wiederum wird das Wasser ganz vom Körper abgehalten und man bleibt im Anzug komplett trocken. In den meisten Fällen besteht der Tauchanzug hier auch aus Neopren, jedoch ist er auf der Innenseite mit einer Wasserdichten Schicht versiegelt. So isoliert auch hier das im Tauchanzug gebundene Wasser wie schon beim Nassteauchanzug auch, nur dass es eben nicht mit dem Körper in Berührung kommt.

Nun liest man aber auch den Begriff Halbtrockentauchanzug. Ein Halbtrockentauchanzug ist auch ein Nasstauchanzug und der Körper kommt hier mit Wasser in Kontakt. Hier sind lediglich die Öffnungen im Tauchanzug abgedichtet und der damit verbundenen Wasseraustausch gegenüber dem herkömmlichen Nasstauchanzug weiter eingeschränkt. Aus diesem Grund sagt man hier Halbtrocken.

Noch ein kleines Bild zum Schluss:


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